Koordinationsstelle für niedrigschwellige Drogenarbeit des Landes Nordrhein-Westfalen


Im Jahre 1993 beauftragte das Land Nordrhein-Westfalen INDRO e.V. mit der Einrichtung und der Leitung einer Koordinationsstelle für niedrigschwellige Drogenarbeit in Nordrhein-Westfalen. Diese Koordinationsstelle ist seitdem bei INDRO e.V. in Münster angesiedelt. Sie wurde bis Ende 2005 mit einem Jahresbudget in Höhe von ca. 5.000 EUR gefördert. Seit 2006 stehen keine Landesfördermittel mehr zur Verfügung.


Angebot eines Auskunfts-, Informations- und Beratungsdienstes

Seit Gründung der Koordinationsstelle hat sich ein reger Auskunfts-, Informations- und Beratungsservice entwickelt.  Die Koordinationsstelle wird mehrmals wöchentlich von MitarbeierInnen von Drogenberatungsstellen, Kontaktläden und anderer sozialer Einrichtungen sowie von VertreterInnen engagierter Eltern- und Angehörigengruppen/-initiativen, von StudentInnen sozialer Fachbereiche, aber auch von drogengebrauchenden Menschen – zumeist telefonisch oder schriftlich, zunehmend aber auch per Email – mit unterschiedlichsten Fragestellungen kontaktiert, die alle drogenpolitisch und  Praxis relevanten Aspekte und Substanz spezifische Informationswünsche umfassen. Des Weiteren werden auch zahlreiche Anfragen bezüglich Literatur und (aktuellen) Drogenforschungsergebnissen bearbeitet. Darüber hinaus werden auch vielfach Referentenwünsche an die Koordinationsstelle heran getragen, die auch zumeist erfüllt werden können. In den Fällen, in denen dies nicht möglich ist, wird an fachkundige KollegInnen weiter verwiesen.


Erstellung und Verschickung von Informationsmaterialien zu szenespezifischen Drogen, Safer-Use und Verhalten bei Drogennotfällen

Gemeinsam mit  INDRO e.V. hat die Koordinationsstelle umfangreiches Informationsmaterial für drogengebrauchende Menschen erarbeitet, publiziert und an Interessierte verteilt oder verschickt. Diese Materialien stehen nun auch alle im Internet  zur Verfügung (HIER klicken).


Organisation der „AG Drogenkonsumräume in Nordrhein-Westfalen“

Mit Einrichtung der Koordinationsstelle gründete diese die „AG niedrigschwellige Drogenarbeit in Nordrhein-Westfalen“, an der alle vom Land NRW geförderten 20 Zentren niedrigschwelliger Drogenarbeit beteiligt waren und halbjährliche Treffen abgehalten wurden. Die Schwerpunkte der Arbeit lagen neben der Erstellung von interessenbezogenen, drogenpolitischen Positionspapieren u.a. in folgenden Bereichen: Fortentwicklung des Landessuchtprogramms, Ausloten von Finanzierungsmöglichkeiten für niedrigschwellige Drogenprojekte, Drogentherapeutische Ambulanzen und mangelnde rechtliche Absicherung der Arbeit und des Personals. In den vergangenen zwei Jahren (2002 und 2003) standen – aktualitätsbedingt - vorwiegend Probleme und Perspektiven im Zusammenhang mit dem Betrieb von Drogenkonsumräumen im Fokus der Tagesordnungen und der Diskussion. Da es für den Bereich „Niedrigschwellige Drogenarbeit“ bereits mehrere Arbeitskreise in NRW gibt, an denen VertreterInnen der Zentren niedrigschwelliger Drogenarbeit regelmäßig teilnehmen und mitarbeiten, für die mittlerweile 10 Drogenkonsumräume im Land NRW jedoch noch kein Arbeitskreis existiert, beschlossen die Teilnehmenden der letzten Sitzung der „AG Niedrigschwelligkeit“ am 17. Mai 2004, diese in „AG Drogenkonsumräume NRW“ umzubenennen, um somit auch ein Forum für die Betreiber von Drogenkonsumräumen zum Informations- und Erfahrungsaustausch und zur gemeinsamen Positionierung gegenüber der Landesregierung ermöglichen zu können.

 

Kontaktadresse:

Koordinationsstelle für niedrigschwellige Drogenarbeit des Landes Nordrhein-Westfalen
c/o INDRO e.V.
Bremer Platz 18-20
D-48155 Münster
Tel. +49 (0)251 60123
Fax: +49 (0)251 666580
Email: INDROeV@t-online.de

(Seite zuletzt aktualisiert am 28.06.2008)

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